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Bildung: 46-Jähriger offiziell ins Amt eingeführt

 

Er ist be­geis­ter­ter Fuß­bal­ler, liebt die ita­lie­ni­sche Küche und be­que­me Klei­dung fern­ab von Sak­ko und Kra­wat­te. Sein Lie­b­lings­buch ist Har­ry Pot­ter, er hört gern Rob­bie Wil­liams und als Kind träum­te er da­von, Rechts­an­walt zu wer­den. Das ha­ben die Schü­ler der Mit­tel­schu­le Sc­höllkrip­pen per Fra­ge­bo­gen schon längst über Ha­rald Scherg her­aus­ge­fun­den und auf der Web­si­te der Schu­le der Öf­f­ent­lich­keit preis­ge­ge­ben.

Am Freitag, 15. Dezember, wird der 46-jährige Miltenberger bei einer Feierstunde um 11.30 Uhr in der Aula offiziell als neuer Leiter der Mittelschule Schöllkrippen eingeführt. Warum eigentlich erst jetzt im Dezember, schließlich hat er den Posten doch schon seit Schuljahresbeginn im Herbst?
Geschichte, Religion, Sport
Dafür gibt es triftige Gründe, die Scherg unserem Medienhaus schildert: Nach einem Bandscheibenvorfall musste er in den Sommerferien operiert werden, so dass er sein Amt erst im Oktober antreten konnte - zunächst nur stundenweise in der Wiedereingliederungsphase. Seit 1. Dezember sei er wieder voll einsatzfähig, erklärt der neue Schulleiter, der an der Mittelschule in den Fächern GSE (Geschichte/Sozial- und Erd-kunde), Religion und Sport unterrichtet.
Bis zum Schuljahreswechsel war der gebürtige Würzburger, der verheiratet ist und zwei erwachsene Söhne hat, Schulleiter der Dr.-Konrad-Wiegand-Grund- und Mittelschule Klingenberg und zuvor, von 2009 bis 2013, deren Konrektor gewesen. Weil er »unbedingt eine große Mittelschule leiten wollte« habe er sich um die frei werdende Stelle in Schöllkrippen beworben, erzählt Scherg.
Dreiviertelstunde Fahrzeit
Vom Schulamt zum Nachfolger von Rektor Heinrich Herrmann bestellt, pendelt Scherg nun täglich zwischen seinem Wohnort am Untermain und dem oberen Kahlgrund. Eine Dreiviertelstunde dauere die Fahrt. Die Zeit nehme er gerne auf sich, betont der »leidenschaftliche Mittelschulmann«.
An seinem neuen Wirkungskreis will Scherg wie seine Vorgänger Heinrich Herrmann und Georg Stumpfegger die soziale und erzieherische Komponente sowie die Kerntugenden stärken, um die Schüler bestens vorbereitet in die Berufswelt entlassen zu können.
Dabei sei die Teamarbeit »ex-trem wichtig«, weiß Scherg, der unter anderem aus seinen Erfahrungen als früherer Jugendtrainer im Teammanager-Bereich bei Viktoria Aschaffenburg schöpfen kann. Von daher verwundert es nicht, dass der Schulleiter und Fußballer an der Mittelschule Schöllkrippen zukünftig auch im sportlichen Bereich Akzente setzen möchte.
Doris Pfaff