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Mit dem Foto auf Entdeckungstour
Der Schüleraustausch 2017 mit Kochanowice/Polen


Als wir Thema und Programm des diesjährigen Schüleraustauschs von unseren Kolleginnen Monika und Patricja aus Polen bekamen, waren wir richtig aus dem Häuschen. Da haben sich die Zwei mal wieder selbst übertroffen. „Schlesien in Bild und Tanz“ – das würde ein Spaß werden, doch ob es bei den Schülern auch so gut ankäme, wie bei uns war nicht so klar. Wir ließen es darauf ankommen und ohne etwas vorwegnehmen zu wollen, es war ein Volltreffer. Da wir Robert Kirk (unser Facility Manager und Haus- und Hoffotograf) als Verstärkung dabei hatten, war eigentlich klar, dass es nur gut werden konnte.
Zunächst galt es die 13 stündige Busfahrt zu überstehen und keinen der Schüler zu verlieren. Da es der Nachtbus war, lief das erstaunlich gut ab. Wir kamen gegen 9 Uhr in Lubliniec an, wurden abgeholt, herzlich willkommen geheißen und mit Frühstück „erstversorgt“. Und dann ging es auch gleich los, Kennenlernspiele, Orga und ein kleiner Fotocrashkurs standen an. Nach den Strapazen der Anreise und dem Tagesprogramm waren alle froh in die Familien zu kommen, auch wenn es da gleich mit Unternehmungen weiterging. War ja kein Urlaub, sondern eine Begegnung!
Am Dienstag fuhren wir nach Kattowitz, der Hauptstadt Schlesiens. Wir sahen uns mit einem Stadtführer die City an, erfuhren, dass man dort in „den Sternen“ wohnen kann, lernten die Berkwerksiedlung Nikiszowiec kennen und hatten währenddessen immer einen Finger am Fotoauslö-ser. Auch das Schlesische Museum in Kattowitz war vor unseren Linsen nicht sicher. Dort haben wir dann auch das Ent-wickeln von Fotos, wie es früher üblich war – in der Dunkelkammer, mit Licht und Chemikalien – kennen gelernt. Was für ein Aufwand, wer hätte das gedacht. Aber sehr spannend. Am Ende des Tages gab es viel an Fotomaterial zu sortieren.
Tags drauf - der Fotoapparat war wieder dabei - empfing uns die Tanzakademie „Zespół Pieśni i Tańca "Śląsk" in Koszęcin. Die Polonaise stand auf dem Plan und wir haben sie prima gemeistert. Nach dieser körperlichen Anstrengung erfuhren wir in einem Trachten-Workshop einiges zu der Kleidersprache und durften auch selbst in die Gewänder schlüpfen. Abends trafen sich einige Schüler und das Orga-Team zufällig beim Bowlen in Kochanowice und spielten eine Runde miteinander. Warum nicht, wir sind ja ein tolles Team.
Am Donnerstag ging es tief hinab. Um ge-nau zu sein auf 320 m Tiefe ins Bergwerk Guido in Zabrze. Lange Zeit war der Kohleabbau untertage DIE Einnahmequelle Schlesiens und der Joblieferant Nummer Eins für einen Großteil der Bevölkerung. Für uns eine völlig andere Welt und sehr spannend. Und auch hier galt es für alles fotografisch festzuhalten.
Der letzte Tag kam schneller als erwartet und die Gestaltung unserer Ausstellung musste in Angriff genommen werden, da sich sowohl der Gemeindevorstand, die Eltern als auch einige Klassen angekündigt hatten. Es lief eigentlich alles wie am Schnürchen. Wir waren begeistert, die Schüler waren begeistert und die Besucher unserer Ausstellung ebenso. Wer hätte das gedacht…
Als der Abschied anstand, wurden Tränen vergossen und es fiel allen sichtlich schwer sich zu trennen. Wir werden diese Fahrt nie vergessen! Ob das wohl noch zu toppen ist?
Frau Wansch